Die Weihnachtsbräuche der Italiener

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Für die Italiener ist Weihnachten das große Familienfest des Jahres!  Der Spruch „Natale con i tuoi, Pasqua con chi vuoi“ heißt nämlich soviel wie „Weihnachten bei der Familie, Ostern mit wem du möchtest“.  

Schon ab dem 8. Dezember wird in vielen italienischen Wohnungen und Häusern der Weihnachtsbaum aufgestellt und festlich geschmückt. Bedingt durch den Mangel an „Nordmanntannen“ ist es in Italien auch kein Frevel, dass es sich meist um einen unechten Baum handelt. Die Adventszeit spielt in Italien aber eher eine untergeordnete Rolle. Adventskalender, Adventskränze, Kerzen und vorweihnachtlicher Schmuck sind den Italienern, mit Ausnahme der Südtiroler, nahezu unbekannt.

Die Straßen und Gassen der Städte und Dörfer aber werden überall in Italien mit Lichterketten überspannt und die Läden und Geschäfte mit Lichtern dekoriert. Vielerorts werden auch große und festlich geschmückte Weihnachtsbäume aufgestellt.

Und sogar der Weihnachtsmarkt hat inzwischen fast ganz Italien erobert! Nach dem Südtiroler Weihnachtsmarkt, der immer mehr Anklang fand, haben auch in weiteren Teilen Italiens Christkindlmärkte, die „mercatini di natale“, eröffnet. Der Nürnberger Christkindlmarkt war für die Ausgabe in Verona in Venetien sogar Vorbild! Hier kann man herrlich durch die malerisch dekorierten Gassen der Altstadt bummeln und Nürnberger und Veroneser Köstlichkeiten probieren.

Der Heilige Abend und das Weihnachtsfest

Schon Wochen vor dem Weihnachtsfest basteln die Väter mit ihren Kindern an der festlichen Krippe, die den Ehrenplatz im Wohnzimmer bekommt. Es kommen nach und nach immer mehr Figuren hinzu, bis schließlich am 24. Dezember um Mitternacht das „Gesù bambino“, das Christuskind hinzugelegt wird. „La Vigilia di Natale“, der Weihnachtsvorabend, wird mit einemtraditionellen „cenone“, einem großen Familienessen zelebriert.

Aber erst um Mitternacht beginnt das eigentliche Weihnachtsfest. Die Mitternachtsmesse ist der Höhepunkt und die Bescherung findet am frühen Morgen des 25. Dezembers statt, an dem die Kinder ihre Geschenke entweder vor der Zimmertüre oder – wie in Deutschland – unter dem Weihnachtsbaum finden.

Diese Tradition verdrängt immer mehr die ursprüngliche Tradition der „Befana“, der guten Hexe, die den Kindern die Geschenke am Dreikönigstag, dem 6. Januar, brachte. Sie wird aber nach wie vor gefeiert, was die italienischen Kinder in den Genuss eines zweiten Geschenktages bringt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Lassen Sie sich von unseren Gruppenreisen nach Italien inspirieren. Italiaplus wünscht Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest!

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